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DJ Dagobert mit Vierbeiner beim Komponieren in Norwegen
DJ Dagobert mit Vierbeiner beim Komponieren in Norwegen© Dagobert Howe

Dagobert und der LEO of Love

Veröffentlicht am Freitag, 24. April 2020

Der Dessauer Dagobert Howe kennt keinen Stillstand. Wenn er nicht als begehrter DJ in den angesagtesten Clubs auf der ganzen Welt auflegt, produziert er Musik für eines seiner zahlreichen eigenen Projekte oder für bekannte und weniger bekannte Künstler. Er ist aber ebenso als Veranstaltungstechniker aktiv und sich keinesfalls zu schade, Anderen im wahrsten Sinne des Wortes die Bühne zu bereiten. Und als wäre das noch nicht genug, ist er in den Sommermonaten auch noch Reiseveranstalter und bietet Aktivurlaub in Norwegen an.
Was also macht einer wie Dagobert, wenn er fast nichts davon mehr tun kann? Das erzählt er im Rahmen unserer Reihe „Musiker persönlich“ am besten einfach selbst – in seinem Beitrag für den „LEO of Love“, wie er uns schmeichelhafterweise nennt. Wir lieben natürlich zurück.

Übrigens: Ein exklusives "LEO Mini Konzert" von Dago bzw. Audiostellar gibt es spätestens am Samstagabend auf unserer Facebook-Seite auf die Ohren.
Aber jetzt ist Dagobert dran:

Also, ich empfinde diese Zeit der „Entbehrungen“ eigentlich ganz gut!
Die Leute kommen wieder etwas näher, solidarisch zusammen, das Interesse an den Anderen wächst wieder. Das habe ich sehr gut erfahren, als mich Andy Barton von Bass Agenda Recordings UK in den vergangenen Tagen anschrieb:
Es ging/geht um eine Compilation aus Techno Music und dem Sub-Genre „Electro“, auf welcher viele hochwertige Acts einen Track veröffentlichen werden. Die Einnahmen, die dieses Release generieren wird, kommen sozialen Hilfswerken zugute, welche derzeit auf Hochtouren Ihr Bestes für uns geben und gegen Covid-19 kämpfen, nämlich „Médecins Sans Frontières“ und „NHS Charities Together“. Derzeit sind 75 Künstler aus der Szene dabei. Ich schrieb den Titel „Dagobert – Without Borders“, einen Dark Electro Track mit, wie gewohnt, astrosphärischem Background und satten Beats.
Die Sache läuft unter dem Namen „CAREBOT$“ und wird am 15. Mai 2020 veröffentlicht. Das zu meinem aktuellen Projekt.

Auch ansonsten mache ich stets Musik. Ich habe ja derzeit nix anderes zu tun und möchte meine Zeit auch nicht sinnlos verstreichen lassen. Die Situation birgt auch einiges an Inspiration, die verarbeitet werden möchte.
Tja, andere bunkern gerade ihre Taler und ich habe nichts anderes zu tun, als sie weiterhin zu investieren. Zum Beispiel habe ich mir bei der in Berlin ansässigen Firma „Native Instruments“ einen sehr guten Controller gekauft, mit dem ich einen weiteren, großen Schritt in Sachen „Handling meines privaten Orchesters“ machen darf. Ich schreibe seit vielen Jahren, neben meinem elektronischen Dasein, auch orchestrale Musik, für Film, Spiel und Werbung.
Das macht mich unheimlich glücklich und frei, da es sich hierbei um „freie Musik“ handelt, passend zum oben genannten Thema: Ohne Grenzen.
Die Klassik gibt mir die Möglichkeit, alle Gefühle ohne Abstriche – weil jetzt gerade ein Drop kommen muss, oder ein Beatwechsel – zu vertonen, meine Emotionen mit dem Hörer in Gänze zu teilen. Wunderbar!

Jedoch durfte ich das ähnlich bei einem vor Kurzem entstandenen Projekt ebenso: Moses Pelham von 3P bat mich, einen Titel für sein neues Album „Emuna“ zu produzieren. Das Ergebnis ist ein sehr gefühlvolles und lyrisch grandios bestücktes Werk voller großer Emotionen. Ich schrieb den Titel: „I Love You“ für Moses Pelham und auch der bekannte Rapper Vega brachte einen Teil mit ein.
Seit dem 06.03.2020 ist "Emuna" im Handel erhältlich und es lohnt sich wirklich, ein Stück davon zu ergattern!

Des Weiteren arbeite ich gerade an meinem Netzwerk. Als Künstler ist man meist zu „dämlich“, zu abgelenkt, oder eben nur zeitlich eingeschränkt, um sich um solche Dinge wie Marketing, Netzwerken, Zusammenarbeiten, Platzierung der Werke, Verkauf etc. zu kümmern.
Nun boten sich einige Freunde an, mir zu helfen und mich mal etwas ins „Licht“ zu rücken. 😉 Gute Sache. Jetzt beschäftige ich mich den ganzen Tag damit, kleine Videos zu drehen, Musik zusammen zu tragen und kleine Schilder zu basteln, für die Videosache... irgendwie witzig, aber derb Zeit raubend! 😛
Dazu macht man sich Gedanken über Hashtags, Formate, zeitgemäße Aktionen im Netzwerk, jenseits von: „Habe ich noch genügend Toilettenpapier?“ 😛

Ganz nebenbei bereite ich mein neues Album vor. Ich habe circa 1,5 Mio. Tracks geschrieben, die nun selektiert und gemastert werden müssen. Dabei hilft mir ein ausgewählter Teil meiner Fanbase, welche ich zwischen den Tracks wählen lasse und das Mischen & Mastern übernimmt zum Großteil mein sehr guter Freund in Serbien, Vladan Cvetkovic, auch bekannt als „Kalson“. Normalerweise trifft man sich in dem jeweiligen Land und spielt einige Gigs, spricht und produziert, aber zu Covid-19-Zeiten verbleiben wir auf Skype und arbeiten eben „nur“ auf digitalem Wege zusammen.
Klar, vermisst man die Freiheit zu reisen, Gigs zu spielen, wenn man kann und will, aber man kann eben auch andere Mittel nutzen. Wie geschrieben, wird es mehrere kleine Videos geben, die in chronologischer Reihenfolge meine bisherigen Veröffentlichungen vorstellen, „re-vorstellen“ sozusagen. Dazu wird es hier und da mal ein Live-Streaming geben, wobei man meine Musik und die derzeit etwas dicke Wackelwampe bewundern kann! 😛
Man kann also gespannt sein, in nächster Zeit wird man viel mehr über mich und von mir hören, lesen, eben erfahren. 😀
Diese Zeit ist, trotz der Nöte, eine Gute.
Man kann sich neu aufstellen, auf die Situation reagieren, auch einmal zurückschauen, wie man sich schon um den Planeten gespielt hat, wie viele tolle Zeiten man schon erleben durfte...Kraft schöpfen und ranklotzen! 😀

Finanziell ist das Ganze irgendwie ein Desaster, für alle Kunstschaffenden. Ich hoffe sehr, dass der Staat die Kultur wirklich unterstützen wird, was derzeit aber leider etwas dürftig ausfällt. Naja...Zeit für Optimismus. 😉

Ich erlebe gerade eine ziemlich emotionale Zeit, privat und gewerblich. Meine Tätigkeiten liegen in den Bereichen Musik, Kultur, Veranstaltungstechnik und Tourismus. Da geht gerade gar nichts. Ich fokussiere gerade die ganzen positiven Sachen, die ich lebe und leben durfte, schöpfe daraus eine Unmenge an Kraft und spiegele dieses in Kompositionen wider. Ich hoffe, dass ich viele Hörer erreiche, denen ich mich „ans Ohr legen kann“ und ihnen etwas von dieser Kraft mitgeben darf.

Meine Musik kann man auf diversen Plattformen wie Soundcloud, Youtube, Bandcamp usw. hören, man kann sie eigentlich auch fast überall online kaufen und damit etwas zur Unterstützung beitragen. Am Ende des Jahres wird die neue LP erscheinen und vielleicht, hoffentlich, sogar eine Veröffentlichung meiner klassischen Musik passieren.

Hey, und wer Lust und Laune hat, sich für so etwas berufen fühlt: Der Dagobert braucht immer jemanden, der die Musik pushen kann, Mittel und Wege findet, etwas zu platzieren, gern auch professionell! Auftragswerke gehen mir locker von der Hand und gemeinsame Ideenfindung macht unglaublich viel Spaß. 😀

Ich suche Plattformen, Studios, etc., bei denen ich mein Können aufzeigen und einen Teil zum Erfolg beitragen kann.
Kontakt via E-Mail: contact@audiostellar.com

Weiteres Pushing geht über Facebook, Instagram, Webpage, Soundcloud.
Oder bezahlt ganz viel GEMA für mich! 😛

Beste Grüße vom Schreibtisch:
Dago
Dagobert
Audiostellar
Tricklz!
DAGO´nAKAI
Masterarp
Heinz Dagobert Howe

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