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Dezember 2018
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LEO Tagestipp
Küsschen für die Melanchthon-Büste
Küsschen für die Melanchthon-Büste© Veranstalter

Erinnerung an die Ankunft des Reformators

Veröffentlicht am Mittwoch, 25. Juli 2018

Der Zeitpunkt ist exakt überliefert: Am 25. August 1518 um 10 Uhr traf Philipp Melanchthon nach fast 30-tägiger Reise von Bretten über Nürnberg, Augsburg und Leipzig in Wittenberg ein. Mit gerade einmal 21 Jahren trat er hier den Lehrstuhl für griechische Sprache an der Universität an. Als Reformator sollte Melanchthon zum wichtigsten Mitstreiter Luthers werden, als „Lehrer Deutschlands“ revolutionierte er das Schulwesen seiner Zeit. Mehr als 40 Jahre, bis zu seinem Tod, verbrachte Melanchthon in Wittenberg. Vom 18. August bis 1. September wird an sein Wirken und seine Ankunft vor 500 Jahren erinnert.

Am 18. August von 10 bis 17 Uhr lädt das „Forum SchlossKirche“ erstmals zu einem Studientag in der Tradition Melanchthons ein. In der Evangelischen Akademie und der Reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek im Schloss können sich Teilnehmer mit Leben und Wirken des Reformators, mit seiner berühmten Antrittsrede und der Frage auseinandersetzen, welche Bildung wir heute brauchen. In der Bibliothek wird um 16.30 Uhr außerdem eine Ausstellung eröffnet, die sich anhand von Originaldrucken der Bedeutung Melanchthons als äußerst vielseitig gebildetem Universalgelehrten widmet.

Ihren Höhepunkt erreichen die Feierlichkeiten zum Wittenberger Melanchthonjahr aber am 25. August. „Philipp kommt“ ist das Motto des Begrüßungsfestes, das dann ab 18 Uhr rund um Melanchthongarten und Marktplatz gefeiert wird. An seinem Denkmal wird der Reformator begrüßt und anschließend mit einem Festumzug zu seinem Haus geführt. Dort erwarten ihn und seine Gäste nicht nur Speis und Trank, sondern auch Musik und Texte, die eigens vom Dessauer Autor und Regisseur Andreas Hilger verfasst wurden und in Szene gesetzt werden. Dr. Stefan Rhein, als Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten gleichzeitig Gastgeber des Abends, steuert zu ausgewählten Zeiten Anekdoten aus Melanchthons Leben bei.

Aus Hilgers Feder, in Zusammenarbeit mit dem aus Dessau stammenden Komponisten Christoph Reuter, stammt auch das Oratorium „Gott. alein./ die. Ehr.“, das am 25 August in der Nikolaikirche in Jessen sowie am 26. August im Phönix-Theater Wittenberg aufgeführt wird. Vervollständigt wird das zweiwöchige Programm durch Andachten, Führungen, Lesungen, Vorträge, Konzerte und vieles mehr.

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