Heimatfilme mal ganz anders – "Kriegerin"
Veröffentlicht am Sonntag, 12. April 2020
Längst haben sich viele von uns daran gewöhnt, statt des Blicks in die Fernsehzeitung unser ganz eigenes Unterhaltungsprogramm zu gestalten. Jetzt, wo draußen nicht los ist und los sein darf, wird das nun noch viel häufiger so sein. Die Auswahl an Online-Videotheken ist groß, die an Filmen und Serien erst recht. Wir erleichtern die Qual der Wahl – mit Filmen, die ein Stück Anhalt-Wittenberg ins Wohnzimmer holen. Heute: "Kriegerin"
Die 20-jährige Marisa ist Teil einer Neonazi-Clique in der ostdeutschen Provinz. Gewalt und Hass gehören zum Alltag, insbesondere gegen Migranten, Juden, Polizisten und jeden Anderen, der nicht indas rechte Weltbild passt. Als eine Auseinandersetzung mit zwei afghanischen Asylbewerbern an einem Badesee eskaliert, beginnt Marisa, ihre Einstellung in Frage zu stellen. Doch ihr allmählicher Ausstieg aus der Szene setzt eine Spirale in Gang, die schon bald außer Kontrolle gerät. Das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Kinodebüt von Regisseur David Wnendt (Feuchtgebiete, Er ist wieder da) entstand im August und September 2010 unter anderem am Sollnitzer See, in Bitterfeld-Wolfen, Dessau-Roßlau, Möhlau, Raguhn und Muldenstein.
--> „Kriegerin“ ist nur beim österreichischen Video-on-Demand-Anbieter „flimmit“ Teil des Monatsabos. Bei den bekanntesten Streamingdiensten ist er aber im Verleih ab 3 Euro sowie als Kauffassung ab 8 Euro verfügbar. Die DVD und BluRay gibt es schon ab ca. 4 bzw. 7 Euro.


