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9. Köthener Herbst
9. Köthener Herbst

9. Köthener Herbst

Veröffentlicht am Sonntag, 22. September 2013

Von 1717 bis 1723 war Johann Sebastian Bach Kapellmeister am Hof des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen. Verehrt wird der legendäre Komponist dort bis heute, unter anderem durch den "Freundes- und Förderkreis der Bach-Gedenkstätte", der vom 27. bis 29. September zur neunten Auflage des "Köthener Herbstes" einlädt.

Unter der Überschrift "Berlin-Weimar-Köthen - Hofkapellen im Umbruch" widmet sich der Verein diesmal mit fünf Konzerten und zwei Vorträgen im Schloss Köthen und der Kirche St. Jakob sowie einer Sonderausstellung in der Bach-Gedenkstätte einem äußerst spannenden Thema. Denn die scheinbar so unterschiedlichen Städte Berlin, Weimar und Köthen verbindet ein gemeinsames Ereignis. Im Jahr 1713 bewegten Kostengründe Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. dazu, seine Hofkapelle abzuschaffen. Die nun arbeitslosen Musiker suchten neue Anstellungen - und fanden sie in Köthen. Parallel hatte es dorthin auch Bach verschlagen: aus Weimar war er nach Köthen umgesiedelt.

Dieser Umbruch in der Hofkappellenlandschaft wird sich wie ein roter Faden durch den 9. "Köthener Herbst" ziehen, für dessen Auftaktkonzert Johann Sebastian Bach selbst den Stoff liefert. In der Schlosskapelle sind am 27. September ab 19.30 Uhr die Sonate A-Dur für Violine und obligates Cembalo, die Sonate a-Moll für Violine solo sowie die Sonate E-Dur für Violine und obligates Cembalo zu erleben. Aber auch Werke seiner Zeitgenossen Johann Paul von Westhoff und Johann Georg Pisendel werden zu Gehör gebracht.

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