Recycling-Kunst im UBA und Bauhaus
Veröffentlicht am Montag, 04. Juni 2012
Kann ein Papierkorb aus Videobändern gebaut werden oder eine Gartenbank aus Autobahnleitplanken? Ja - nahezu 600 Designerinnen und Designer aus 36 Ländern beweisen dies eindrucksvoll. Sie zeigen, wie Design ressourcenschonend und klimafreundlich sein kann. Ihre Ergebnisse präsentiert das Umweltbundesamt noch bis 15. Juni in seinem Hauptgebäude in Dessau und im nahe gelegenen Bauhaus.
Gezeigt werden ausgewählte Beiträge zum 4. und 5. Deutschen Recycling-Preis. Seit 2007 wird der Preis vom Arbeitskreis Recycling e.V. (Herford) ausgelobt – als bundesweit einziger, der sich explizit mit Ressourcenschonung und CO2-Reduzierung im Design auseinandersetzt. Das Spektrum gefragter Entwicklungen reicht von Deko-Artikeln u?ber Möbel und Textilien bis Accessoires. Besonders Nachwuchs- Designer/innen wurden aufgefordert, durch die Verwendung und den Gebrauch von Rest- und Altmaterial den „verborgenen Sinn weggeworfener Dinge“ zu entdecken und nutzbar zu machen. Die Ergebnisse der Ausschreibung sind u?berraschend und originell. Ergänzend dazu zeigt das UBA die Druckgraphik-Ausstellung „DRUCKBAR, raus aus dem Kühlschrank – rauf auf die Presse“, Ergebnisse einer originellen bundesweiten Ausschreibung der Kölner Graphikwerkstatt. Eingereicht wurden Künstlergraphiken auf gebrauchten Getränkekartons. Da der Getränkekarton nicht massenweise vervielfältigt werden kann, bewahrt er den Unikatcharakter des Kunstwerks und spiegelt auch unser Umweltverhalten kritisch wider.
Foto: Umweltbundesamt


