Huhn mit Pflaumen

Huhn mit Pflaumen

Mit ihrer Graphic-Novel „Persepolis“ wurde sie bekannt, mit der Ver- filmung ihrer Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend im Iran berühmt. Marjane Satrapi, obschon seit Jahren nicht mehr in ihrem Heimatland lebend, gehört dennoch zu den wichtigsten Filmleuten des heutigen Iran. „Huhn mit Pflaumen“ ist ein märchenhafter Film über einen sehr berühmten Geiger, der beschließt, innerhalb einer Woche zu sterben, nachdem er keinen Ersatz für die von seiner Frau zertrümmerte Geige gefunden hat. Diese Frau war wiederum kein Ersatz für die übergroße Jugendliebe Irâne, die ihm unerreichbare Irâne. „Huhn mit Pflaumen“ ist bunt und machmal fast überladen, blendet Relaität und Phantasie ineinander, ist tieftraurig und lustig. Es ist ein Film, der orientalische Erzähltraditionen ins Heute holt. (Das Kiez-Kino zeigt „Persepolis“ übrigens zum Weill-Fest im März.) – „Geschaffen für ein breites Publikum, erinnert die tragikomische Liebesgeschichte mit all den fast schon kitschigen Tableau-Bildern und dem atemlosen Spiel mit Vor- und Rückblenden an ‚Le fabuleux destin d’Amélie Poulain’. Trotz dieser vordergründigen Verspieltheit, lässt sich der Film aber immer noch als politische Metapher lesen.” (Cineman)

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Film Infos

Originaltitel:
Poulet aux prunes
Land:
Frankreich, Deutschland, Belgien
Jahr:
2011
Genre:
Drama
Regie:
Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
Buch:
Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud
Kamera:
Christophe Beaucarne
Musik:
Olivier Bernet
Schnitt:
Stéphane Roche
Darsteller:
Mathieu Amalric (Nasser-Ali), Edouard Baer (Azraël), Maria de Medeiros (Faringuisse), Golshifteh Farahani (Irâne), Chiara Mastroianni (Lili als Erwachsene), Mathis Bour (Cyrus), Enna Balland (Lili), Didier Flamand (Musiklehrer), Serge Avedikian (Irânes Vater), Rona Hartner (Soudabeh), Jamel Debbouze (Houshang), Isabella Rossellini (Parvine)
FSK:
ab 12
Länge:
91 Minuten